Kunsttherapie




Was ist Kunsttherapie?
 
Was Kunsttherapie ist, lässt sich gar nicht so eindeutig sagen. Das liegt daran, dass es innerhalb der Kunsttherapie unterschiedliche Ausrichtungen gibt. Ein guter Kunsttherapeut bietet seinen Klienten aus der gesamten Palette das an, was gerade gut und nützlich ist.

 
Hat Kunsttherapie etwas mit Können zu tun?
 
Allgemein kann man sagen, dass Kunsttherapie nichts mit Können zu tun hat.
In der Kunsttherapie findet keine Bewertung statt. Oft gibt es Befürchtungen, dass etwas geleistet werden muss. Nein, gerade mit künstlerischer Leistung hat Kunsttherapie nichts zu tun.
 
 
Für wen ist Kunsttherapie geeignet?
 
Kunsttherapie ist für Menschen geeignet, die Erfahrungen damit gemacht haben, dass das kreative Gestalten sie festigt oder Entlastung verschafft, oder für Menschen, die diese Erfahrung noch machen möchten.
Kunsttherapie ist auch gut geeignet für kreativ veranlagte Kinder oder Jugendliche, die auf diesem Wege besser erreicht werden können als durch Gespräche.
 
 
Was macht der Kunsttherapeut?
 
Der Kunsttherapeut begleitet den kreativen Prozess. Jeder Mensch hat individuelle Bedürfnisse. Der/ die eine möchte einfach etwas mehr Ausgeglichenheit erreichen, der/ die andere sieht im Gestalten eine Möglichkeit sich von konkreten Themen zu entlasten oder vielleicht sogar Lösungen zu finden. 
Der Kunsttherapeut geht auf die verschiedenen Bedürfnisse ein und unterstützt sie.
 
 
Welche Ängste gibt es wenn Menschen das Wort Kunsttherapie hören?
 
Neben der Befürchtung etwas „künstlerisch Wertvolles“ machen zu müssen, gibt es oft auch die Sorge, der Kunsttherapeut könne mit Hilfe von klientengefertigten Bildern in den Menschen „hineinsehen“.
Dies ist jedoch eine falsche Vorstellung.
Ähnlich wie in Träumen, tauchen in Bildern zwar oft Hinweise auf Belastungen auf.
Diese Hinweise können von einem Kunsttherapeuten manchmal auch als Angebot an den Klienten gedeutet werden. Dies geschieht aber nur dann,  wenn dies auch erwünscht ist.
 
Der/die Gestaltende hat dabei aber immer die „Deutungshoheit“, das heißt, nur er/sie selbst kann wissen ob ein Hinweis zutreffen könnte oder nicht.
Oft sind Deutungen aber nicht erwünscht und ein Klient möchte einfach in einer vertrauensvollen Atmosphäre im Gestalten begleitet werden, mehr nicht.
 
Ein „guter“ Kunsttherapeut kommt diesem Wunsch nach.
 
 
Was kann ich mit Kunsttherapie erreichen?
 
Die „Bandbreite“ der Anwendbarkeit von Kunsttherapie ist außerordentlich groß.
Je nach Bedürfnis kann Kunsttherapie  verschiedene Ziele verfolgen:
Der eine Klient möchte vielleicht Ausgeglichenheit und „innere Ruhe“  finden.
Der andere möchte sich vielleicht „weiterentwickeln“ und mehr über sich selbst erfahren.
Der dritte möchte sich vielleicht konkreten Problemen stellen oder in einer schwierigen Lebensphase unterstützt werden.
Kunsttherapie bietet aber auch die Möglichkeit die eigenen Kinder, z. B.  nach Trennungen,  zu entlasten.